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Pläne Wohnungen, Marina, Badeanstalt - mindestens 200 Millionen Euro |
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Hier entsteht die HafenCity von Altona
Rund um den Fischereihafen sollen bis Ende 2009 sechs neue Projekte
realisiert werden.
Von Axel Tiedemann
Der Hafenrand von Altona - in den kommenden zwei Jahren wird dieses
Areal am verwaisten alten Fischereihafen ein lebendiger Stadtteil am
Wasser werden. So soll der mächtige, gut 200 Meter lange Kaispeicher
D jetzt komplett renoviert werden, Wohnen am Wasser ist in gleich zwei
großen Neubauten geplant. Zusätzlich gibt's im Bezirk Pläne für
eine Marina und eine Elbe-Badeanstalt. Gleichzeitig geht auch der
Umbau des stillgelegten Terminals der England-Fähre zu einem zweiten
Hamburger Kreuzfahrt-Terminal in die entscheidende Planphase: "Schon
2009 wird am Hafenrand viel Neues Realität sein", sagt Altonas
CDU-Bezirksfraktionschef Uwe Szczesny.
Konkret sind die Pläne für den 200 Meter langen Kaispeicher D. Die
Aug. Prien Immobilien-Projektentwicklung hat das in den 20er-Jahren
gebaute Gebäude von der Stadt zum Kauf angeboten bekommen. Im Paket
mit zwei großen Nachbar-Grundstücken. Nach Abendblatt-Information
soll der Kaufvertrag bereits in diesen Tagen unterzeichnet werden.
Insgesamt wird Prien dort voraussichtlich bis 100 Millionen Euro
investieren. Der alte Kaispeicher (rund 9300 Quadratmeter Nutzfläche)
soll dann komplett renoviert werden. Büros und Gastrobetriebe seien
dort vorstellbar, heißt es in der Finanzbehörde. Neben dem Speicher
sind zwei neue Bürogebäude mit jeweils 4000 Quadratmeter Nutzfläche
auf dem ehemaligen Spielplatz des Wohnschiffs "Bibby Altona" geplant,
die schwimmende Unterkunft prägte hier lange den Teil des Hafenrands.
Im hinteren Teil des Areals plant das Hamburger Unternehmen Aug. Prien
einen weiteren Neubau für Büros und gut 100 Wohnungen.
Für das Terminalgelände der früheren Englandfähre ist unterdessen
offiziell das Planfeststellungsverfahren eingeleitet worden: Die
Kaimauer dort soll um 140 auf dann 370 Meter für große Schiffe
verstärkt werden, im September 2008 wird laut Port Authority bereits
Baubeginn sein, Mitte 2009 könnten die ersten Kreuzfahrtschiffe dort
anlegen. Geplant ist, dass als Terminal-Betreiber und Bauherrin eine
städtische GmbH gegründet wird, die die städtischen Flächen dort
übernehmen wird.
Unklar ist noch die Nutzung der riesigen Parkplatzfläche vor dem
Terminal. Der Bezirk würde den Platz am liebsten überdachen und das
Dach als "Eventfläche" nutzen. Unten soll weiterhin geparkt werden.
CDU-Bezirksfraktionschef Szczesny: "Der Terminal wird nur an etwa 50
Tagen im Jahr gebraucht - der Platz ist aber viel zu attraktiv, um ihn
nur zum Parken zu nutzen."
Zurzeit sind auf diesem Parkplatz noch die Altonaer Beach-Clubs
untergebracht. Sie müssen voraussichtlich bereits nächstes Jahr
wegen der Baustelle weichen. Sie könnten, so die Pläne im Bezirk,
dauerhaft direkt an das Hafenbecken des früheren Fischereihafens
verlagert werden. Der Hafen selbst solle zu einer Marina für Yachten
und Großsegler ausgebaut werden. Ideen gibt es zudem für ein
schwimmendes Restaurant und eine Badeinsel am Hafenrand. Noch ist ein
Investor zu solchen Plänen zwar nicht gefunden - aber CDU-Politiker
Szczesny ist zuversichtlich: "Es gibt da schon mehrere Interessenten."
Konkreter ist indes das Bauvorhaben der B-&-L-Gruppe (Büll &
Liedtke). Östlich des Fährterminals am Holzhafen plant das
Unternehmen den Bau eines spektakulären Wohnturms. In dem 63 Meter
hohen "Kristall" sind rund 35 exklusive Wohnungen geplant. Nebenan
soll zudem ein weiteres, siebengeschossiges Bürogebäude in
klassischer Ziegel-Architektur gebaut werden. Derzeit werde der
Baugrund untersucht, heißt es bei dem Unternehmen. Baustart werde
voraussichtlich noch im November sein, Fertigstellung Ende 2009.
Investition für beide Gebäude: rund 100 Millionen Euro.
erschienen am 2. Oktober 2007 im Hamburger Abendblatt
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