Hamburger Hafen
Neugestaltung St Pauli Hafenkante
Mit großer Spannung und spürbarer Vorfreude wurden in der vergangenen Woche die Entwürfe zur Neugestaltung der St. Pauli Hafenkante vorgestellt. Drei Planungsbüros präsentierten ihre Ideen – und eines wurde dabei schnell deutlich: Die bislang oft als karg empfundene Betonfläche, auch Containerfläche genannt, soll sich zu einem grünen, lebendigen Stadtraum mit hoher Aufenthaltsqualität entwickeln.
Geplant sind zahlreiche Bäume, die künftig Schatten spenden, sowie viele kleine Rückzugsorte zum Ausruhen und Verweilen. Gleichzeitig öffnen die Entwürfe wieder freie Blicke auf die Elbe und schaffen entlang der Hafenkante eine Abfolge von Wohlfühl-Oasen. Die Fläche wird damit nicht nur funktional, sondern auch atmosphärisch neu gedacht.
Die eingereichten Konzepte wurden von der Hamburger Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) geprüft, die das Projekt von Anfang an begleitete. Die zuständige Senatorin Katharina Fegebank und das Planungsteam Rabe Landschaften & White Arkitekter präsentierte die finalen Ergebnisse des Auswahlverfahrens. Bei den Präsentierenden selbst waren die Augen voller Strahlkraft – ein sichtbares Zeichen der Begeisterung für die neuen Perspektiven, die die Hafenkante künftig eröffnen wird.
Zentraler Bestandteil des Projekts war ein umfangreiches Werkstattverfahren. Die Entwürfe wurden in mehreren Phasen gemeinsam mit der Öffentlichkeit, Expert:innen und dem Begleitgremium entwickelt. Auch Testaktionen vor Ort flossen in die Planung ein. Auf diese Weise konnten die Bedürfnisse der Nachbarschaft, der Besucherinnen und Besucher sowie der Fachperspektive in die Gestaltung einbezogen werden.
Für die Elbmeile Hamburg ist dieser Schritt besonders wichtig. Die Sehnsucht nach einer Aufwertung dieses Abschnitts ist groß, denn der Bereich zwischen Strand Pauli und dem Fischmarkt bildet eine zentrale Verbindung in das Quartier. Künftig soll hier mehr Raum zum Flanieren entstehen – mit neuen Blickachsen, neuen Aufenthaltsmöglichkeiten und Perspektiven für Besucher:innen ebenso wie für die Nachbarschaft.
Aus der Sicht der Elbmeile bleiben für die weitere Ausarbeitung zwei Wünsche besonders bedeutsam: Die Hafenkante sollte auch in den dunkleren Monaten und in den Abendstunden durch eine stimmige Beleuchtung eine helle, freundliche Atmosphäre ausstrahlen. Und statt eines klassischen Kiosks wäre ein modernes, kleines Café wünschenswert – kein reiner Kommerzort, sondern eine lebendige Begegnungsstätte, die zum Verweilen einlädt. So können Besucher:innen, Anwohner:innen und Gäste die Sommerabende an der Hafenkante genießen, den Blick über die Elbe schweifen lassen und das Quartier von seiner schönsten Seite erleben.
Die vorgestellten Entwürfe zeigen deutlich: Hier entsteht die Chance auf einen offenen, lebendigen Stadtraum, der Tradition, Lebensqualität und neue Perspektiven vereint – mit Strahlkraft weit über das Quartier hinaus.